Wüste Wüsten


- der Wüste(n)Spaß


Wüsten - lebensfeindlich, gefährlich, endlos, sandig, sich stetig ausbreitend. Abertausende mußten ihr Leben lassen bei dem Versuch eine der zahlreichen Öden zu durchqueren. Wüsten verschonen niemanden, nicht die Nomadenvölker, den
Kamel
aboutpixel.de / Kamel in Ägypten/Sinai © Zapp
Das ist nicht meine Exfrau -
das ist ein Kamel!
Treibt sich trotzdem gerne in der Wüste herum.
Forscher oder den Verzweifelten, der versucht sich mit einer Wüstendurchquerung seiner gerechten Strafe zu entziehehn. Namenlose und berhmte wurden von den Wüsten bezwungen; Robert Falcon Scott mußte sich 1929 auf der Wettfahrt nach dem Südpol zuerst Roald Amundsen und zu guter letzt einem Blizzard geschlagen geben. Dies trug sich zwar in einer Eiswüste zu, die aber nicht minder gefählich ist.

Mythen und Legenden - frisch aus der Wüste


Doch trotz aller Widrigkeiten, die die Wüsten der Menschheit entgegenstellen, haben Wüsten Mythen und Legenden geschaffen. Lawrence von Arabien, oder auch Thomas Edward Lawrence, wäre wohl ohne die Wüste in den dicken Speckfalten der Geschichte verschollen. Dem umstrittenen Generalfeldmarschall Erwin Rommel brachte die Sahara den Spitznamen "Wüstenfuchs" ein.

Wüste(n)Literatur - echt heiß!


Auch diversen Schritstellern und Künstlern dienen und dienten die Wüsten als Muse. So ließ Karl May seinen Helden Kara Ben Nemsi und seinen treuen Diener Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah im so genannten "Orientzyklus" wortwörtlich "Durch die Wüste" ziehen. In der Sahara treffen der kleine Prinz und ein Pilot, der mit seiner Maschine abgestürzt ist, aufeinander. Antoine de Saint-Exupéry läßt den kleinen Prinzen dem Piloten seine Erfahrungen, die er auf seiner Reise zur Erde gemacht hat, erzählen. Mit dieser Erzählung hat der Pilot und Schriftsteller die wohl ungewöhnlichste Wüstenbegegnung aller Zeiten geschaffen.

Heißer Sand - Heiße musik


Aber auch besungen hat man die Wüste und ihre Erscheinungen. Peter Schilling, Surfer auf der Neuen Deutschen Welle, hat festgestellt, "Die Wüste lebt". Gut, diese Meinung teilen wohl so einige. Die EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung) dagegen war in ihrer Meinungsbildung leicht gehemmt. Die Band war nämlich verwirrt, nachdem sie eine "Fata Morgana" in der Sahara gesehen hatte. Der weitaus ungewöhnlichste Wunsch aber wird von The Police gesungen. Die Jungs sehnen sich nach "Tea in the Sahara" - also Tee in der Sahara. Einem ordentlichen Briten würde so etwas durchaus nichts ausmachen. Aber für einen Otto-Normal-Bürger wäre dieses Vergnügen trotz des Tees wahrscheinlich eine sehr trockene Angelegenheit.

Kulisse Wüste


Weitaus ergiebiger sind aber die Filme aus Hollywood, deren Handlung sich in der Wüste abspielt oder deren Plot sich hauptsächlich um die Wüste dreht. Das interessante Leben des oben erwähnten Thomas Edgar Lawrence wurde im Film "Lawrence von Arabien" 1962 gewürdigt. Der oben ebenfalls erwähnte Roman "Durch die Wüste" wurde bereits 1936 unter dem gleichen Titel verfilmt. Aus dem Jahr 1953 stammt der berühmte Dokumentatarfilm "Die Wüste Lebt". Der Film der Walt-Disney-Studios wurde mit einem Oskar ausgezeichnet, nicht umsonst, denn der Film ist wirklich sehenswert. Für den heutigen Geschmack wäre der Streifen als Dokumentarfilm wahrscheinlich nicht trocken genug. Die musikalische Untermalung erinnert teilweise an das Fußballballett und die teilweise humoristischen Kommentare wirken manchmal etwas befremdlich. Versteht man den Film aber als Unterhaltung bei deren Konsum man noch das Ein oder Andere lernen kann, dann trifft man mit dieser Produktion eine ausgezeichnete Wahl. Die Wüste dient aber auch heute noch als Kulisse für Produktionen. Im Film "Three Kings", dessen Handlung im Verlauf des 2. Golfkrieges (1990/91) spielt, gehen George Clooney, Marc Wahlberg und Ice Cube auf Schatzsuche. Die drei amerikanischen Soldaten entfernen sich unerlaubt von der Truppe und jagen dem Gold von Saddam Hussein hinterher.

Wüste - eine trockene Angelegenheit?


Trotz aller Gefahren muß Wüste nicht immer einer trockene Angelegenheit sein. Wüsten waren schon immer Muse und Inspiration, durch alle Zeiten hinweg. Tauchen Sie ein in den Mythos und erleben Sie die Faszination. Lassen Sie sich mitreißen von den Geschichten und der überwältigen Schönheit dieser unwirtlichen Landstriche.
So bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß beim durchstöbern meiner kleinen Seite zu wünschen. In diesem Sinne möchte ich mit einem kleinen Vierzeiler von Heinz Erhardt schließen.

Ein Naßhorn und ein Trockenhorn
spazierten durch die Wüste,
da stolperte das Trockenhorn,
unds Naßhorn sagte: "Siehste !"

Ihr
Hannes Endreß